BHKW Antrieb
Am häufigsten eingesetzte Motoren in Klein- BHKW sind 4-Takt oder Dieselmotoren. Auf Grund der unterschiedlichen Drehmomente haben Dieselmotoren in der Regel eine bessere Stromkennzahl.
Einzylinder-Motoren haben den Nachteil, dass bei geringen Problemen der Brennstoffzufuhr oder der Zündung Startprobleme entstehen. Bei Mehrzylindermotoren werden solche Probleme meist durch die anderen Zylinder ausgeglichen.
Im Wohnhaus wird verlangt, dass die Motoren mit geringer Geräuschkulisse arbeiten. Hier hat der Gasmotor durch „weichere“ Verbrennungen erheblich niedrigere Geräuschpegel.
Letztendlich entscheiden der vorhandene Brennstoff und die Leistungsgröße über die Auswahl des BHKW.
In letzter Zeit sind verstärkt „Stirling- Motoren“ am Markt erschienen. Der entscheidende Vorteil gegenüber 4-Takt oder Dieselmotor wird mit geringen Wartungskosten und Laufruhe dargestellt.
Leider werden mit Stirling- Motoren die schlechtesten Stromkennzahlen erreicht. Der maximale Wirkungsgrad stellt sich erst nach langen Warmlaufphasen ein. Taktungen, die im kleinen Objekt zwangsläufig erfolgen, führen zu niedrigem Gesamtwirkungsgrad.
Wie hoch ist die Lebensdauer von Motoren?
Klein BHKW sind erst seit Mitte der 90er in größeren Stückzahlen In Betrieb. Die Hersteller der Motoren
rechnen mit 40.000 bis 80.000 Betriebsstunden. Bei Angabe dieser Betriebsstunden stellt sich die Frage:
Ohne Generalüberholung? Oder sind zwischenzeitlich größere Instandhaltungen geplant?
BHKW mit 80.000 Betriebsstunden müssten seit 1997 ununterbrochen gelaufen sein. Dann wäre
diese Laufzeit belegt.
Wie hoch sind die Wartungskosten?
Meist werden die Wartungskosten in Cent/ erzeugter kWh el angegeben.
Die Beträge liegen zwischen 2 und 4,5 Cent/kWh el.
Modulierende BHKW müssen nach Betriebsstunden berechnet werden, da auch bei geringer Leistung Verschleiß besteht.
Es ist die Frage zu klären Wartungskosten bei turnusmäßigen Wartungen oder Vollwartung,
einschl. Ersatz- und Verschleißteile Vollwartungskosten liegen verständlicherweise über Wartungskosten.
Gas- BHKW haben die geringsten Wartungskosten, gefolgt von Öl- BHKW und Pflanzenöl- BHKW
Generatoren sind bei modernen BHKW direkt mit der Kurbelwelle verbunden. Auf mögliche Verschleißteile wie Zwischengetriebe, Kupplungen oder Keilriemen wird an modernen BHKW verzichtet.
Eingesetzt werden Synchron-, Asynchron-, Permanentmagnet- und Linear- Generatoren.
Die Generatoren sollten wassergekühlt sein. Bei luftgekühlten Generatoren muss eine Wärmerückgewinnung über Lüftungsanlagen erfolgen, oder die Abwärme geht als Verluste in die Umwelt und wirkt sich negativ auf die Strom- und Wärmegestehungskosten aus.
Um als KWK- Anlage anerkannt zu werden muss ein Gesamtwirkungsgrad > 70% erreicht werden. (Eingesetzte Energie / Genutzter Energie)