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Abhängig von der Antriebsmaschine einer KWK- Anlage sind verschiedene Brennstoffe möglich.

BHKW Heizöl/ Diesel

Über die letzten 50 Jahre wurde in Deutschland eine große Zahl von Öl- Heizkesseln errichtet.
Dazu hat sich eine entsprechende Infrastruktur entwickelt, die für eine stabile Versorgung notwendig ist.
Auf dem Markt sind verschiedene Fabrikate an BHKW erhältlich, dabei ist der Wartungsaufwand
für Öl- BHKW erheblich größer als bei vergleichbaren Gas- BHKW. Öl- BHKW können nur bedingt modulieren. Vorteilhaft sind hohe Stromkennzahlen. Die Motoren stammen meist aus erprobten Dieselmotoren- Baureihen von erfahrenen Motorenherstellern.

BHKW Erdgas/ Flüssiggas

In den letzten Jahren wurden verstärkt die Erdgasnetze ausgebaut, so dass in städtischen Regionen fast jedem Haushalt Erdgas zur Verfügung steht. Motoren die auf Erdgasbasis arbeiten sind in der Regel auch mit Flüssiggas zu betreiben.
Nur wenige BHKW arbeiten mit speziell entwickelten Gasmotoren, meist werden modifizierte 4- Takt- Motoren eingesetzt.
Bei Verwendung von Erdgas kann auf Lagerkapazitäten verzichtet werden. Beim Einsatz von Flüssiggas ist es empfehlenswert einen Miettank mit Gasuhr und Verbrauchsabrechnung zu betreiben.

Gas- BHKW sind auf den technisch höchsten Stand, das spiegelt sich besonders im Wartungsaufwand wieder. Mehrere Produkte können Leistungsmodulierend betrieben werden. Außerdem spricht der geringe Schadstoffausstoß für Gasmotoren.

BHKW mit Pflanzenölen

Die gewachsene Nachfrage nach Pflanzenöl in Deutschland hat in den letzten Jahren zu einer kontinuierlichen Preiserhöhung geführt. Die Wartungskosten von Pflanzenöl- Motoren liegen noch über denen von Heizöl- Motoren. In weiteren ist die Standfestigkeit dieser Motoren
noch nicht ausgereift.
Pflanzenöle haben den Vorteil, dass sie ein regenerativer Brennstoff sind. Jedoch gibt es auch verschieden unangenehme Nebenerscheinungen bei ihrer Produktion. Ein Beispiel ist, dass landwirtschaftliche Betriebe ihr Ziel nicht mehr in der Lebensmittelproduktion sehen, sondern im Anbau dieser „lukrativen“ Produkte. Ein anderes Beispiel ist die Palmölproduktion in Afrika und Südamerika. Dort führt die Ölproduktion zur forcierten Waldgebietabholzung.
Wer in Deutschland Palmöl als Brennstoff verwenden will, sollte auch die Transportwege und die daraus entstehenden Umweltbelastungen berücksichtigen. Umweltverbände haben das Problem bereits erkannt und sehen den Prozess als bedenklich an.

Holzgas
Einige Hersteller versuchen stabile Motoren mit Holzvergaser zu entwickeln. So weit bekannt ist, gibt es keine Serienprodukte am Markt die zu 100% mit Holzgas arbeiten. Wenn überhaupt verlangen diese Motoren immer einen Anteil an Qualitativ hochwertigen Brennstoff.
Wer den Arbeitsaufwand zur Holzbeschickung und zur Wartung des Motors realistisch betrachtet, kann diese Systeme unter wirtschaftlichen Bedingungen nicht betreiben.