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Heizungspufferspeicher

Wie bereits erklärt arbeiten BHKW am besten in Kombination mit Pufferspeichern. Die Pufferspeicher sollten als Schichtenspeicher ausgelegt sein. Damit wird eine Durchmischung des Speichers vermieden.
m Speicher Oben soll das warme und im Speicher unten soll das Kalte Wasser gespeichert werden. Dazu sind im Speicher entsprechende Leitbleche eingearbeitet. Vorzugsweise sollten alle Wärmeerzeugen in den Speicher laden.

Im Speicher oben wird das Heizungswasser entnommen. Unten befindet sich das kälteste Wasser, als Rücklauf (Kühlwasser) für das BHKW.
Auch kurzfristige Temperaturänderungen wirken sich im Speicher erst sehr langsam aus und geben dem BHKW Zeit zu regeln oder abzuschalten. Über den Begriff Speicher wird oft an große Wärmespeicher gedacht. Ein am Klein- BHKW eingesetzter Speicher mit 1000L Volumen
kann tatsächlich nur ca. 23 kWh Wärme speichern.
In einem Einfamilienhaus mit einer Wärmelast von max. 25kW ist diese Menge in einer Stunde verbraucht.
Am Markt werden verschiedene Speicher angeboten.

Klassischer Heizungspufferspeicher
Der klassische Heizungspufferspeicher verfügt über Leitbleche, die eine Durchmischung verhindern sollen. Bei Platzmangel kann die Warmwasserbereitung direkt im Heizungspufferspeicher erfolgen

Kombispeicher
Dieser Speicher verfügt über einen zweiten inneren Behälter, in dem Warmwasser umspült von Heizungswasser bevorratet wird. Das Warmwasser
ist dann auf der Temperatur des Speicheroben.
Über eine Beimisch- Schaltung wird die Temperatur auf die gewünschte Warmwassertemperatur gemischt.

Multifunktionsspeicher (MTB)
Während im Kombispeicher Warmwasser gespeichert wird, erfolgt bei jeder Wasserabnahme am MTB- Speicher ein Austausch des Wassers. Eine
Legionellen- Schaltung ist in diesem Speicher nicht notwendig. Bakterien können sich auf Grund des regelmäßigen Durchflusses nicht bilden.

Lade- und Entladesysteme
Während einige BHKW ihre Abwärme über eine Heizungspumpe direkt zum Speicher leiten, werden andere BHKW mit „Rücklaufhochhaltung“ gefahren.
Diese Systeme haben zwei Aufgaben. Als erstes soll eine gleichmäßige Temperatur im Motor gehalten werden. Denn wenn im Speicher nur kaltes Wasser vorhanden ist, würde der Motor erst sehr spät seine Betriebstemperatur erreichen. Um das Wasser wieder zurück zuführen, wird es teilweise oder komplett über eine Kurzschlussstrecke zurück gefördert. Die zweite Aufgabe ist die Regelung der Vorlauftemperatur zum Speicher.
BHKW ohne Temperaturhochhaltung regeln die Motortemperatur über Thermostatventile, dabei ist die Temperatur des Vorlaufs nur bedingt regelbar.

Heizkreise und deren Regelung
Die Fahrweise von BHKW- Anlagen unterscheidet sich zu denen von Heizkesseln. Während
der Heizkessel nur bei Bedarf (möglichst selten) einschaltet, soll das BHKW wenn möglich
immer laufen. Es wird also immer Wärme produziert. Im oberen Teil des Speichers befindet
sich immer heißes Heizungswasser. Um keine Wärme zu verschwenden wird eine hochwertige
Heizungsregelung verlangt.
Die technisch am weitesten entwickelten BHKW haben eine Heizkreisregelung im BHKW
integriert und beziehen diese in Modulation und Produktionsprogramme ein. Auch hier ist
das bereits erwähnte „Ecopower“ BHKW beispielgebend. Die sehr komfortable Heizungsregelung
für 2 unabhängige Heizkreise wird durch das Motormanagement in die Modulation
einbezogen, während andere Hersteller mit handelsüblichen Heizreglern unabhängig vom
BHKW regeln. Hier reagiert das BHKW dann nur auf Rücklauf-, Puffer- oder Motortemperatur.
Heizwärmebedarf wird von diesen BHKW nicht erkannt.