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Die Bereitstellung von Holzhackschnitzeln erfolgt –

je nach Art und Herkunft – auf verschiedenstem Wege und mit einer enormen Spanne von Preis und Qualität. Selbst innerhalb einer Hackschnitzelart, z.B. Waldhackschnitzel, ist die Spanne von Preis und Qualität beachtlich. So ergaben die Preiserhebungen von CARMEN e.V. (www.carmen-ev.de) für Waldhackschnitzelmit 35% Wassergehalt im 1. Quartal 2007 einen mittleren Preis von 72 Euro je Tonne bei einer Schwankungsbreite von 50 Euro bis über 110 Euro.


Ein Vergleich zu anderen Brennstoffen macht deutlich, das Holzhackschnitzel ein vergleichsweise preiswerter Brennstoff sind. Die vorstehende Grafik
verdeutlicht – in Cent je Liter Heizöläquivalent – die Preisentwicklung verschiedener fossiler Brennstoffe und Biobrennstoffe.
Die überwiegende Zahl der Betreiber von Kleinfeuerungsanlagen erzeugt die benötigten Hackschnitzel selbst durch Einsatz des eigenen Hackers bzw. durch Inanspruchnahme der Dienstleistung eines Lohnhackers. Es ist demzufolge davon auszugehen, dass Hackschnitzelheizungen vorwiegend in Forst- und Holzwirtschaft genutzt werden.

Eine Evaluierung der im Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderten Hackschnitzel-Heizungen ergab, dass sogar 70 % der Betreiber von Hackschnitzelheizungen ihr Hackgut selbst herstellen. Für die Herstellung von Holzhackschnitzeln, insbesondere Waldhackschnitzeln sowie Hackgut aus Garten- und Landschaftspflege, kommen mobile oder stationäre Hacker zum Einsatz. Im industriellen Bereich werden auch Zerspaner eingesetzt. Die zur Altholzzerkleinerung und -aufbereitung eingesetzten stationären Maschinen mit langsam laufenden Wellen erzeugen so genanntes Schredderholz. Hacker stehen in unterschiedlicher Bauart und mit verschiede-keinen Leistungsspektren als Scheibenhacker, Trommelhacker oder Schneckenhacker zur Verfügung. Sie werden als selbst fahrende Arbeitsmaschinen oder als Anbau- bzw. Aufbaugeräte für Traktoren und Lastkraftwagen angeboten. Auf Biomassehöfen bzw. auf den Hackplätzen der Heiz(kraft)werke kommen auch stationäre Hacker zur Anwendung. Je nach den regionalen und betrieblichen Gegebenheiten ist die eigene Anschaffung, der überbetriebliche Einsatz in bzw. Waldbesitzervereinigungen oder die Lohndienstleistung durch Forstlohnunternehmen bzw. Baum-/Gehölzpflegeunternehmen zu bevorzugen.

Eine weiterführende Beschreibung der verschiedenen Hacker und eine Anbieterübersicht ist dem Handbuch Bioenergie Kleinanlagen der FNR zu entnehmen.
Das Kuratorium für Wald- und Forstarbeit e.V. bietet Marktübersichten u.a. zu den verschiedenen Hackern mit Produkt- und Preisinformationen
als Online-Datenbank oder Broschüre an (www.kwfonline.de, Stichwort Informationszentrale).
An der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft wurden verschiedene Bereitstellungsverfahren für Waldhackschnitzel hinsichtlich Rahmenbedingungen, Leistung und Kosten untersucht. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind im Band 38 der Schriftenreihe LWF-Wissen dokumentiert (siehe Literatur und Adressen).
Für die Erzeugung von Hackschnitzelsortimenten höherer Qualität bzw. normengerechter Qualitätsklassen kann es zweckmäßig oder notwendig sein, das Hackgut mit Trommel- bzw. Scheibensieben oder Plansichtern zu sieben und zu sortieren. Auf diese Weise können höherwertige, qualitätsgesicherte Hackschnitzelklassen erzeugt und eine bessere Wertschöpfung erzielt werden.

Es ist unbedingt zu beachten, dass Hackschnitzelqualität und Hackschnitzelheizungen einander bedingen. In einer vorhandenen Anlage können oft nur Hackschnitzel bestimmter Qualität eingesetzt werden.
Wird eine Hackschnitzelheizung geplant, so ist zunächst die Herstellung und Bereitstellung hierfür in Frage kommender Hackschnitzelsortimente zu klären und die Anlage dementsprechend zu planen und auszulegen.

Mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Die FNR im Internet: www.fnr.de