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BHKW Wärme ist kein Abfallprodukt

Bei der Produktion von Elektroenergie entsteht Wärme. Anteilig abhängig vom Antrieb des BHKW .
Als Beispiel wird ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von 5kW und einen Gas- 4Taktmotor angenommen
(Stromkennzahl 0,33).
Elektrische Leistung 5 kW (Wirkleistung)
Thermische Energie 15 kW (Heizleistung)
Laufzeit 1 Betriebsstunde (Wirkungsgrad unberücksichtigt)
Gasbezugspreis 5 Cent/kWh
Produktion Bezug erz. Menge Kosten
Elektroenergie 1 kWh Gas 1kWh el. 9,5 Cent
Wärmeproduktion 3 kWh Gas 3 kWh th. 15 Cent

Zur einfachen Darstellung sind sämtliche Wartungskosten und Kapitalkosten auf die Elektroerzeugung
gerechnet.

Fazit

Auch die Wärmeerzeugung muss berücksichtigt werden. Die Wärme macht den größten Teil der Produktion des BHKW aus. Nur wenn die Wärme benötigt wird, kann Elektroenergie wirtschaftlich erzeugt werden.
Aus diesem Grund verlangt der Gesetzgeber, dass die BHKW im Gegensatz zu Großkraftwerk „wärmegeführt“ arbeiten müssen.
Wird der Brennstoff zu teuer eingekauft, wird die Gesamtbilanz durch zu hohe Wärmeerzeugungskosten
negativ.
Dieser Punkt ist besonders bei Pflanzenölen zu bedenken, die auf Grund der hohen Einspeisevergütung verstärkt angefragt werden. Hier wird oft auf die sehr hohe Einspeisevergütung geschaut, ohne die Wärmeerzeugungskosten zu beachten.
In den Wärmegestehungskosten sind neben anteiligen Wartungs- und Kapitalkosten auch eingesparte Energiesteuerrückerstattungen zu berücksichtigen. Das allerdings gilt nur für Heizöl und Gas BHKW.